Studienordnungen:
Basel
Inhalt
1. Allgemeines
1.1. Die Abteilung für Nordische Philologie
1.2. Die Bibliothek
1.3. Reglement und Wegleitungen
1.4. Studienberatung
2. Das Fach Nordische Philologie
2.1. Studieninhalte und Unterteilung des Fachs
2.2. Fächerkombination
2.3. Studienvoraussetzungen
2.3.1. Lateinobligatorium
2.3.2. Kenntnisse skandinavischer Sprachen
2.4. Studienbeginn
2.5. Obligatorienfolge
2.6. Studienphasen
2.7. Lehrveranstaltungen
2.7.1. Sprachkurs
2.7.2. Vorlesung
2.7.3. Einführung und Proseminar
2.7.4. Seminar
2.7.5. Kolloquium2.7.6. Exkursion
2.7.7. Leistungsnachweise
2.7.8. Auslandsaufenthalt
2.7.9. Selbststudium
2.8. Anerkennung auswärtiger Studienleistungen
2.9. Studienzeitregelung
3. Studiengang
3.1. Nordische Philologie im Hauptfach
3.1.1. Studienaufbau
3.1.2. Studieninhalte
3.1.3. Lizentiatsprüfung
3.2.Nordische Philologie im Nebenfach
3.2.1. Schwerpunkt Ältere Nordische Philologie
3.2.2. Schwerpunkt Neuere Nordische Philologie
4. Ausführungs- und Prüfungsbestimmungen
------------------------------------------------------------
1.
ALLGEMEINES
1.1.
Die Abteilung für Nordische Philologie
Die Abteilung für Nordische Philologie ist institutionell dem Deutschen
Seminar der Universität Basel angegliedert. Ihre Räumlichkeiten
- die Büros, der Seminarraum und die Bibliothek - befinden sich im
Gebäude des Deutschen Seminars, Engelhof, Nadelberg 4, CH-4051 Basel.
Das Personal setzt sich zur Zeit wie folgt zusammen: 1 Professur (Stellenumfang
50%, Koordinationslehrstuhl Universitäten Basel und Zürich),
1 Assistenz (Stellenumfang 50%), 1 Hilfsassistenz; je 1 Lektorat für
Dänisch, Norwegisch und Schwedisch. Die Abteilung für Nordische
Philologie stellt organisatorisch eine eigene Einheit dar. Inhaltlich
ist Nordische Philologie ein selbständiges Studienfach mit der Möglichkeit,
Nordische Philologie im Hauptfach bzw. im Nebenfach zu studieren.
1.2. Die Bibliothek
Die Bibliothek der Abteilung für Nordische Philologie ist teilweise
räumlich den Sammlungen des Deutschen Seminars angeschlossen, im
Übrigen im Seminarraum und im AssistentInnenbüro untergebracht.
Sie verfügt über einen Zettelkatalog. Ab 1994 sind Autoren,
Titel und Stichworte ausserdem über vernetzte Bildschirm- geräte
abrufbar. Im Gegensatz zur Präsenzbibliothek des Deutschen Seminars
können die Bestände der Nordistik zum grössten Teil ausgeliehen
werden. Regelmäþig finden Bibliotheksführungen statt,
die über die Ausleih- und Benützungsmodalitäten informieren.
Die Universitätsbibliothek Basel verfügt über umfangreiche
Bestände besonders in den Gebieten altnordische Literatur und skandinavische
Sprachwissenschaft. Ausserdem ist über abteilungsinterne Fernleihe
auf die Bibliothek der Abteilung für Nordische Philologie der Universität
Zürich zurückzugreifen; deren Bestand bis 1990 ist im Basler
Seminarraum als Zettelkatalog nachgewiesen, der Bestand ab 1991 über
vernetzte Bildschirmgeräte (u.a. im Seminarraum) abrufbar.
1.3.
Reglement und Wegleitungen
Das Studium der Nordischen Philologie erfolgt im Rahmen der Philosophisch-Historischen
Fakultät der Universität Basel. Neben der vorliegenden Studienordnung
sind daher folgende Reglement und Wegleitungen massgeblich:
Ordnung
für die Studierenden der Universität Basel
Bestimmungen im administrativen Teil des Vorlesungsverzeichnisses
Ordnung der Philosophisch-Historischen Fakultät für das Lizentiatsexamen
(lic.phil.)
Ordnung der Philosophisch-Historischen Fakultät für die Promotion
zum Doktor der Philosophie
Diese Ordnungen sind auf der Kanzlei der Universität erhältlich.
Die Studierenden sind gehalten, sich selbst nach dem jeweils neuesten
Stand dieser Ordnungen und Bestimmungen zu erkundigen. Weitere Informationen
enthalten:
Studienführer
der Universität Basel, herausgegeben von der Akademischen
Studienberatung Basel (Münzgasse 16, 4001 Basel)
Vorlesungsverzeichnis der Universität Basel (erscheint jeweils Ende
Semester für das darauffolgende Semester und ist auch in Buchhandlungen
erhältlich)
ausführliches Vorlesungsverzeichnis Germanistik. Es enthält
Kommentare zu den Lehrveranstaltungen des Deutschen Seminars und der Abteilung
für Nordische Philologie (erscheint jeweils Ende Semester für
das darauffolgende Semester und ist im Deutschen Seminar erhältlich).
Aktuelle Mitteilungen sind den Anschlagbrettern zu entnehmen.
1.4.
Studienberatung
Studiengang und Studienprobleme können jederzeit mit dem Studienfachberater,
Prof. Dr. Jürg Glauser, und dem Assistenten besprochen werden. Es
empfiehlt sich, von den Beratungsmöglichkeiten vor allem auch zu
Beginn des Studiums Gebrauch zu machen.
Universität Basel
Studienberatung
Basel
Steinengraben 5
CH-4051 Basel
Tel. 061 267 29 29/30
Fax 061 267 29 34
E-Mail: studienberatung@unibas.ch
www.studienberatung-basel.ch
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2.
DAS FACH NORDISCHE PHILOLOGIE
2.1.
Studieninhalte und Unterteilung des Fachs
Das Fach "Nordische Philologie" (Skandinavistik) hat zum Inhalt
die Gesamtheit der Sprachen, Literaturen und Kulturen der nordischen Länder
(Dänemark, Norwegen, Schweden, die schwedischsprachigen Gebiete Finnlands,
Island und Färöer). Es kann als Hauptfach oder Nebenfach belegt
werden. Während das Hauptfach den gesamten Bereich der Nordischen
Philologie umfasst, kann im Nebenfach der Studienschwerpunkt entweder
auf dem Studium von Sprache und Literatur des skandinavischen Mittelalters
und der Sprachwissenschaft (Ältere Fachrichtung) oder auf dem Studium
der neunordischen Sprachen und Literaturen seit ca. 1600 (Neuere Fachrichtung)
liegen. Im Haupt- wie im Nebenfach wählen die Studierenden eine skandinavische
Hauptsprache und können sich zugleich auf die entsprechende Nationalliteratur
spezialisieren.
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2.2. Fächerkombination
Ein Lizentiatsexamen an der Philosophisch-Historischen Fakultät der
Universität Basel wird in einem Hauptfach und zwei Nebenfächern
abgelegt; die Nebenfächer dürfen dabei nicht im Hauptfach enthalten
sein. Die für das Examen zugelassenen Fächer sind in der "Ordnung
der Philosophisch-Historischen Fakultät für das Lizentiatsexamen"
aufgeführt. Hauptfächer sind u.a. Nordische Philologie, Deutsche
Philologie, Englische Philologie, Französische Philologie, Italienische
Philologie, Iberoromanische Philologie, Slavische Philologie, Russische
Philologie sowie Vergleichende Romanische Sprachwissenschaft, Nebenfächer
u.a. Nordische Philologie, Deutsche Sprach- und ältere Literaturwissenschaft,
Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Englische Sprach- und ältere
Literaturwissenschaft, Neuere englische Literaturwissenschaft, usw. Sinnvolle
Kombinationen ergeben sich aus persönlichen Interessen und fachlichen
Kriterien (wenn beispielsweise ein zweites philologisches Fach als Ergänzung
belegt wird.
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2.3.
Studienvoraussetzungen
Für den Lizentiatsabschluss in Nordischer Philologie im Haupt- und
Nebenfach ist kein Lateinnachweis erforderlich. Kenntnisse einer skandinavischen
Sprache (Dänisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch) werden
bei Studienbeginn nicht vorausgesetzt, da nur wenige Gymnasien überhaupt
skandinavische Sprachkurse anbieten. Entsprechende Sprachkompetenzen sind
jedoch von Vorteil und erleichtern den Studieneinstieg. Studierenden ohne
sprachliche Vorkenntnisse wird empfohlen, sich zu Beginn des Studiums
auf den Spracherwerb zu konzentrieren, um möglichst schnell die erforderliche
Kompetenz zu erlangen. Die von der Abteilung für Nordische Philologie
nach Möglichkeit und Bedarf angebotenen Sprachkurse in Dänisch,
Norwegisch und Schwedisch dauern 3 Semester. Während der Sommermonate
werden in Skandinavien mehrwöchige Intensiv-Sprachkurse abgehalten,
in denen zugleich hoher Wert auf die Vermittlung skandnavischer Kultur
und Lebensweise gelegt wird. Informationen dazu finden sich am Anschlagbrett
oder können bei den Lektorinnen und Lektoren eingeholt werden. Studierenden
mit nordischer Muttersprache ist bei nachgewiesenem ausreichendem Kenntnisstand
der entsprechende Sprachkurs erlassen. Sie wählen aber im Rahmen
des Grundstudiums je nach Schwerpunktbildung einen drei- bzw. zweisemestrigen
Sprachkurs in einer Nachbarsprache.
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2.4.
Studienbeginn
Das Studium der Nordischen Philologie wird mit Vorteil jeweils im Wintersemester
begonnen, wenn die obligatorischen Einführungen im Grundstudium angeboten
werden. Auch die dreisemestrigen Sprachkurse beginnen nach Möglichkeit
im Wintersemester. Prinzipiell ist allerdings auch ein Studienbeginn im
Sommersemester möglich (Besuch von Vorlesungen und anderen Lehrveranstaltungen
nach Angebot und Kenntnisstand).
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2.5.
Obligatorienfolge
Die obligatorischen Einführungen (Einführung ins Altnordische,
Einführung in die skandinavische Sprachwissenschaft, Einführung
in die skandinavische Literaturwissenschaft) beginnen alternierend jedes
vierte Semester. Die in der Einführung vermittelten Grundlagen werden
in den folgenden Semestern in den entsprechenden Proseminaren und Seminaren
respektive Lektürekursen vorausgesetzt, vertieft und ergänzt.
Die
Obligatorienabfolge im viersemestrigen Turnus:
Wintersemester
Einführung
Literatur I
Einführung Altnordisch
Sommersemester
Proseminar Literatur I
Proseminar Altnordisch
Wintersemester
Einführung Literatur II
Einführung Sprachwissenschaft
Sommersemester
Proseminar Literatur II
Proseminar Sprachwissenschaft
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2.6. Studienphasen
Das Studium setzt sich aus folgenden Phasen zusammen: Grundstudium (ca.
4-6 Semester), Hauptstudium (ca. 4-6 Semester) und Lizentiatsphase (2
Semester). Lehrveranstaltungen im Grund- und Hauptstudium sind aufgrund
des geringen Lehrangebots der Abteilung für Nordische Philologie
nicht immer strikt voneinander zu trennen, wobei allerdings die jeweiligen
Anforderungen dem Ausbildungsstand der Studierenden angepasst sind. Das
Grundstudium führt in die verschiedenen Fachbereiche und ihre Methodik
ein und vermittelt die sprachlichen und stofflichen Voraussetzungen für
das Hauptstudium. Das Hauptstudium dient der Erweiterung und Vertiefung
dieser Kenntnisse und ermöglicht eine stärkere Spezialisierung
auf einzelne Teilbereiche des Faches. In die Lizentiatsphase fallen das
Verfassen der Lizentiatsarbeit, die Prüfungsvorbereitungen und die
LizentiatsPrüfung. Diese drei Phasen werden in der vorliegenden Studienordnung
besonders ausführlich beschrieben. Bei genügender Leistung besteht
nach dem Bestehen der LizentiatsPrüfung die Möglichkeit zur
nachfolgenden Promotion. Für dieses Nachdiplom- / Promotionsstudium
gibt es an der Abteilung für Nordische Philologie der Universität
Basel kein feststehendes Curriculum. Art, Umfang und Dauer variieren je
nach Projekt sehr stark; Einzelheiten werden in Absprache mit dem Professor
geregelt. Die Teilnahme an Vorlesungen und Seminaren kann dabei weiterhin
sinnvoll sein. In dieser Phase kommt Besuchen internationaler Fachtagungen
und Forschungs- und Studienaufenthalten im Ausland eine entscheidende
Bedeutung zu. Dank gut ausgebauter Kontakte mit zahlreichen Universitäten
in den skandinavischen Ländern lassen sich Nachdiplomstudien von
kürzerer oder längerer Dauer arrangieren.
Der
Besuch der obligatorischen Lehrveranstaltungen wird im Sekretariat der
Abteilung in den Akzessordner eingetragen. Die Zulassung zur Prüfung
kann nur erfolgen, wenn der Besuch sämtlicher Obligatorien nachgewiesen
ist.
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2.7.
Lehrveranstaltungen
2.7.1.
Sprachkurs
Dänisch, Norwegisch und Schwedisch werden nach Möglichkeit und
Bedarf in dreisemestrigen Einführungskursen, Neuisländisch wird
sporadisch angeboten. Den Einführungskursen folgen weiterführende
Lektüre-, Grammatik- und Literaturkurse. Es empfiehlt sich, auch
diese weiterführenden Kurse, in denen die sprachliche Kompetenz vertieft
werden kann, möglichst vollständig und kontinuierlich zu besuchen,
da in einem dreisemestrigen Sprachkurs allein keine genügenden Sprachkenntnisse
für den erfolgreichen Abschluss des Nordistik-Studiums erlangt werden
können.
2.7.2. Vorlesung
Vorlesungen sind ein- oder zweistündige Veranstaltungen, in denen
die Lehrenden einen Überblick über ein Thema aus einem der drei
Fachbereiche bieten oder ein thematisches oder methodisches Spezialproblem
behandeln. In der Regel verläuft in der Vorlesung die Kommunikation
in einer Richtung, d.h. es wird nicht oder nur wenig diskutiert. Vorlesungen
richten sich an Studierende aller Semester und sollten möglichst
vollständig besucht werden. Sie behandeln oftmals zentralen Prüfungsstoff.
2.7.3.
Einführung und Proseminar
Die Einführungen einschliesslich der Proseminare sind Lehrveranstaltungen
im Grundstudium. Sie können einen breiten historischen oder sachlichen
Überblick bieten, aber auch auf ein enges Thema konzentriert sein.
Ein wichtiges Element ist die aktive Beteiligung der Teilnehmenden, sei
es durch mündliche Präsentation kleinerer Arbeiten oder als
Diskussionsbeitrag.
Die obligatorischen Einführungskurse sollten in der Regel vor den
Proseminaren absolviert werden. Sie bieten die grundlegende Einführung
in das jeweilige Fachgebiet. Aufgrund des geringen Stundenangebots der
Abteilung für Nordische Philologie können sich Proseminare auch
an Studierende höherer Semester richten, wenn in derselben Fachrichtung
nicht gleichzeitig ein Seminar angeboten wird.
2.7.4.
Seminar
Das Seminar ist eine Lehrveranstaltung des Hauptstudiums. Voraussetzung
für die Zulassung zu Seminaren ist der erfolgreiche Abschluss der
Einführungskurse und der obligatorischen Proseminare in der jeweiligen
Fachrichtung. Im Seminar wird, entsprechend der höheren Vorbildung
der Teilnehmenden, ein gewähltes Thema intensiv bearbeitet. Grundlegend
ist auch hier die aktive Beteiligung der Studierenden an der Diskussion
und in der mündlichen Präsentation wissenschaftlicher Arbeiten.
2.7.5.
Kolloquium
Das Kolloquium dient der Ergänzung des Lehrangebots in allen Studienphasen.
Das Schwergewicht liegt auf der gemeinsamen Bearbeitung eines Themas.
Wichtiger als die Präsentation von Arbeiten ist dabei die Diskussion.
Kolloquien bzw. Lektüreübungen finden oft im Anschluss an Vorlesungen
statt. Ein Kolloquium kann auch der Vorbereitung einer Exkursion dienen.
2.7.6.
Exkursion
In unregelmässigen Abständen veranstaltet die Abteilung für
Nordische Philologie grössere oder kleinere Exkursionen, meist in
die skandinavischen Länder. Die Exkursion steht immer im Zusammenhang
mit einem Thema des Faches und bildet eine wichtige Ergänzung des
Lehrangebotes. Voraussetzung für die Teilnahme ist die aktive Beteiligung
an der vorbereitenden Lehrveranstaltung.
2.7.7.
Leistungsnachweise
Neben dem Besuch der Sprach- und Einführungskurse, Proseminare und
Seminare, in denen die Teilnehmenden bearbeitete Themen mündlich
zu präsentieren haben, werden auch schriftliche Arbeiten verlangt
(Art und Anzahl dieser Leistungen variieren nach Studienphase und Haupt-
bzw. Nebenfach; vgl. hierfür die ein- schlägigen Tabellen unter
"Studiengang"). Die Studierenden lernen dabei, sich selbständig
mit einem wissenschaftlichen Problem auseinanderzusetzen, Forschungsliteratur
aufzuarbeiten, Thesen zu erarbeiten und eigene Gedanken schriftlich zu
formulieren. Proseminararbeiten haben in der Regel eine Länge von
10 bis 15, Seminararbeiten von 15 bis 30 Seiten. Das bei den HilfsassistentInnen
des Deutschen Seminars erhältliche Merkblatt "Hinweise zur Abfassung
schriftlicher Arbeiten" enthält nützliche Angaben.
2.7.8.
Auslandsaufenthalt
Im Hauptfach wird ein mindestens einsemestriger Aufenthalt im Land der
gewählten Hauptsprache, im Nebenfach ein Ferienkurs oder ein adäquater
Aufenthalt verlangt. Es bestehen verschiedene Stipendienmöglichkeiten.
Informationen dazu sind im Sekretariat der Abteilung für Nordische
Philologie und bei den Lektoren erhältlich. Bitte auch die Aushänge
am Anschlagbrett beachten!
2.7.9.
Selbststudium
Da das Lehrangebot der Abteilung für Nordische Philologie in Basel
gering ist, kommt in allen Studienphasen dem Selbststudium eine besonders
grosse Bedeutung zu. Die obligatorischen Veranstaltungen sind als Minimum
zu verstehen. Der erfolgreiche Abschluss eines Nordistik-Studiums erfordert
zusätzliche umfangreiche Lektüre von Texten, die nicht immer
in einschlägigen Lehrveranstaltungen direkt behandelt werden.
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2.8.
Anerkennung auswärtiger Studienleistungen
Auswärts erbrachte Studienleistungen werden anerkannt, sofern sie
den hiesigen Anforderungen adäquat sind. Hingewiesen sei insbesondere
auf Veranstaltungen der Abteilung für Nordische Philologie der Universität
Zürich sowie des Instituts für Vergleichende Germanische Philologie
der Universität Freiburg i. Br.; mit beiden Instituten bestehen Absprachen
über die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen und ü;ber
erleichterten Zugang: Zweit-Immatrikulation und Semestergebühr entfallen,
im Falle von Freiburg i. Br. werden im Rahmen des sog. EUCOR-Programmes
sogar Reisespesen rückerstattet. Hinweise über Veranstaltungen
beider Institute finden sich am Anschlagbrett.
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2.9.
Studiendauer
Voraussetzung für die Zulassung zum Lizentiatsexamen ist der Nachweis
ausreichender Hochschulbildung. Als ausreichend gilt ein Fachstudium von
mindestens acht vollen Semestern in den drei Prüfungsfächern
mit im Hauptfach 48 Wochenstunden, in den beiden Nebenfächern je
32. Mindestens zwei Semester müssen an der Philosophisch-Historischen
Fakultät der Universität Basel absolviert sein.
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3.
STUDIENGANG
3.1.
Nordische Philologie im Hauptfach
3.1.1. Studienaufbau (Übersicht über die Mindestanforderungen)
GRUNDSTUDIUM:
Neunordischer Sprachkurs in der gewählten Hauptsprache I-III 3 Sem.
(Schriftliche Prüfung)
Neunordischer Sprachkurs in einer zweiten Sprache I-II 2 Sem. (Schriftliche
Prüfung)
Einführung in die skandinavische Sprachwissenschaft 1 Sem.
(Mündliche Prüfung)
Einführung ins Altnordische 1 Sem.
(Schriftliche Prüfung)
Einführung in die skandinavische Literaturwissenschaft I+II 2 Sem.
(2 Referate und 1 schriftliche Arbeit)
1 Proseminar in skandinavischer Sprachwissenschaft 1 Sem.
(Referat und schriftliche Arbeit)
1 Proseminar in Altnordisch 1 Sem.
(Referat und schriftliche Arbeit)
2 Proseminare in skandinavischer Literaturwissenschaft 2 Sem.
(Referat und schriftliche Arbeit)
1 Proseminar in Kulturwissenschaft 1 Sem.
(Referat und schriftliche Arbeit)
HAUPTSTUDIUM:
Teilnahme an mindestens 6 Seminaren mit folgenden Leistungen:
1 Seminararbeit in skandinavischer Sprachwissenschaft
1 Referat in skandinavischer Sprachwissenschaft
1 Seminararbeit in Altnordisch
1 Referat in Altnordisch
1 Seminararbeit in skandinavischer Literaturwissenschaft
1 Referat in skandinavischer Literaturwissenschaft
Die Seminararbeit und das Referat in skandinavischer Sprachwissenschaft
können durch eine zusätzliche Seminararbeit und ein zusätzliches
Referat in Altnordisch oder in skandinavischer Literaturwissenschaft ersetzt
werden.
AUSLANDSAUFENTHALT:
Im Hauptfach wird ein Aufenthalt im Land der gewählten Hauptsprache
von mindestens einem Semester verlangt.
3.1.2.
Studieninhalte
Im Hauptfach umfasst das Studium der Nordischen Philologie das Gesamtgebiet
der nordischen Sprachen, älteren und neueren nordischen Literaturen
sowie der Kulturwissenschaft. Dabei besteht die Möglichkeit zur Schwerpunktbildung.
Zu
den Studieninhalten im einzelnen:
Sprache:
Vermittlung aktiver Kompetenz in einer neunordischen Sprache (Dänisch,
Norwegisch oder Schwedisch; Isländisch nach Lehrangebot)
Passive Kenntnisse weiterer neunordischer Sprachen
Grundzüge der nordischen Sprachgeschichte
Lese- und Übersetzungskompetenz im Altnordischen
Behandlung synchroner Aspekte der skandinavischen Sprachen
Altnordische Literatur:
Überblick Über die altnordische Literaturgeschichte, einschliesslich
der Mythologie, und die entsprechenden Forschungsprobleme
Exemplarische Behandlung von Texten aus den Gattungen Sagaprosa, Eddadichtung
und Skaldik
Neuere nordische Literatur:
Überblick Über die Geschichte der skandinavischen Literaturen
seit ca. 1600
Behandlung exemplarischer Gebiete der Text-, Gattungs- und Epochenge-schichte
Vermittlung zentraler Aspekte literaturwissenschaftlicher Methodik und
Theoriebildung
Kulturwissenschaft:
Altertumskunde, Religionsgeschichte, moderne Landes- und Volkskunde (Volksliteratur,
Medien-, Film-, Theaterwissenschaft usw.) nach Lehrangebot
Lehrveranstaltungen in anderen Fächern (z.B. Geschichte, Archäologie,
Philosophie, Theologie, Geographie) zu skandinavischen Themen nach Absprache
3.1.3.
Lizentiatsprüfung
Siehe hierzu auch die "Ordnung der Philosophisch-Historischen Fakultät
für das Lizentiatsexamen (lic.phil.)" in ihrer jeweils neuesten
Form. Für alle Belange der Lizentiats-Prüfungen ist das Dekanat
der Philosophisch-Historischen Fakultät zuständig: Anmeldung,
Zulassung, Bestehen, Termine und Modalitäten.
Prüfungsanforderungen:
Die Prüfungsanforderungen definieren sich durch die unter 3.1.2.
genannten Studieninhalte. Dabei bestehen Möglichkeiten zur Schwerpunktbildung.
Die Prüfungsgespräche können teilweise in der gewählten
nordischen Sprache geführt werden.
Prüfungsstoff:
Altnordische Literatur:
Es sollen
alle drei Hauptgattungen der altnordischen Literatur (Saga, Edda, Skaldik)
sowie die Mythologie (Snorra-Edda) vertreten sein.
Textumfang: 3-5 Prosatexte und 3-5 gebundene Texte (Eddalieder, Skaldengedichte)
Themenbereiche und Sekundärliteratur nach Absprache
Sprachwissenschaft:
Themenbereiche aus der diachronen und/oder synchronen Sprachwissenschaft
nach Absprache
Neuere nordische Literatur:
30 Werke in der Hauptliteratur und je 10 Werke in zwei Nebenliteraturen.
Davon gründliche Kenntnisse von 10 Werken (aus allen drei Literaturen).
Es wird empfohlen, einen thematischen, gattungsmässigen und/oder
epochenmässigen Zusammenhang zwischen den 10 gründlich gelesenen
Werken anzustreben.
PRÜFUNGSABLAUF:
Schriftliche Prüfung:
Lizentiatsarbeit
(5, im Ausnahmefall 6 Monate)
vierstündige Klausur in jenem Teilgebiet des Fachs, das ausserhalb
des Themas der Lizentiatsarbeit liegt. (Lizentiatsarbeit in Altnordisch
oder Sprachwissenschaft /Klausur in neunordischer Literatur; Lizentiatsarbeit
in neunordischer Literatur / Klausur in Altnordisch oder Sprachwissenschaft)
Mündliche Prüfung:
30 Minuten in Altnordisch und/oder Sprachwissenschaft
30 Minuten in neunordischer Literatur
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3.2.
Nordische Philologie im Nebenfach
Im Nebenfachstudium bestehen gegenüber dem Hauptfachstudium weitere
Möglichkeiten zur Schwerpunktbildung, je nachdem, ob das Interesse
vor allem auf dem Gebiet des Altnordischen und der Sprachwissenschaft
oder auf dem Gebiet der neueren nordischen Literaturen liegt.
3.2.1.
Schwerpunkt Ältere Nordische Philologie
3.2.1.1.Studienaufbau
(Übersicht über die Mindestanforderungen)
GRUNDSTUDIUM:
Neunordischer
Sprachkurs in der gewählten Hauptsprache I-III, (3 Sem.)
(Schriftliche Prüfung)
Einführung in die skandinavische Sprachwissenschaft, (1 Sem.)
(Mündliche Prüfung)
Einführung ins Altnordische, (1 Sem.)
(Klausur)
Einführung in die skandinavische Literaturwissenschaft I+II, (2 Sem.)
(2 Referate und 1 schriftliche Arbeit)
2 Proseminare in skandinavischer Sprachwissenschaft bzw. in Altnordisch,
(2 Sem.)
(je 1 Referat und 1 schriftliche Arbeit)
1 Proseminar in Kulturwissenschaft (vorzugsweise Altertums-, Volkskunde,
Volksliteratur, Religionsgeschichte), (1 Sem.)
(Referat und schriftliche Arbeit)
HAUPTSTUDIUM:
Teilnahme an mindestens 3 Seminaren mit folgenden Leistungen:
2 Seminararbeiten in skandinavischer Sprachwissenschaft oder Altnordisch
1 Referat in skandinavischer Sprachwissenschaft oder Altnordisch
AUSLANDSAUFENTHALT:
Im Nebenfach Nordische Philologie (Schwerpunkt Ältere Nordische Philologie)
wird ein Ferienkurs oder ein adäquater Aufenthalt im Land der gewählten
Hauptsprache nur dann verlangt, wenn die sprachwissenschaftliche Vertiefungsrichtung
gewählt wird.
3.2.1.2. Studieninhalte
Im Nebenfach Nordische Philologie (Schwerpunkt Ältere Nordische Philologie)
konzentriert sich das Studium in der Regel auf Sprache, Literatur und
Kultur des mittelalterlichen Skandinavien. Es besteht jedoch nach Absprache
und nach Lehrangebot auch die Möglichkeit zur Schwerpunktbildung
in historischer Sprachwissenschaft.
Zu
den Studieninhalten im einzelnen:
Sprache:
Einblick
in die Struktur einer modernen skandinavischen Sprache (Dänisch,
Norwegisch oder Schwedisch; Isländisch nach Lehrangebot)
Grundzüge der Geschichte der gewählten nordischen Sprache
Lese- und Übersetzungskompetenz im Altnordischen
Altnordische Literatur:
Überblick Über die altnordische Literaturgeschichte, einschliesslich
der Mythologie, und die entsprechenden Forschungsprobleme
Exemplarische Behandlung ausgewählter Texte der Sagaprosa, Eddadichtung
und Skaldik
Kulturwissenschaft:
Altertumskunde und Religionsgeschichte nach Lehrangebot
3.2.1.3.
Lizentiatsprüfung
Siehe hierzu auch die "Ordnung der Philosophisch-Historischen Fakultät
für das Lizentiatsexamen (lic.phil.)" in ihrer jeweils neuesten
Form.
Prüfungsanforderungen:
Die Prüfungsanforderungen definieren sich durch die unter 3.2.1.2.
genannten Studieninhalte. Dabei bestehen Möglichkeiten zur Schwerpunktbildung.
Prüfungsstoff:
Schwerpunkt Altnordisch:
Es sollen
alle drei Hauptgattungen der altnordischen Literatur (Saga, Edda, Skaldik)
sowie die Mythologie (Snorra-Edda) vertreten sein
Textumfang: 3-5 Prosatexte und 3-5 gebundene Texte (Eddalieder, Skaldengedichte)
Themenbereiche und Sekundärliteratur nach Absprache
Schwerpunkt
Sprachwissenschaft:
Themenbereiche aus der diachronen und/oder synchronen Sprachwissenschaft
nach Absprache
Prüfungsablauf:
Schriftliche Prüfung:
1. Nebenfach: vierstündige Klausur
2. Nebenfach: keine schriftliche Prüfung
Mündliche Prüfung:
1. Nebenfach: 45-minütige mündliche Prüfung
2.
Nebenfach: 45-minütige mündliche Prüfung
Die Themen können entweder ganz den Bereichen der altnordischen Literatur
bzw. der Sprachwissenschaft oder der altnordischen Literatur zusammen
mit einem sprachwissenschaftlichen Teilgebiet entnommen sein. Die zu Prüfenden
können wählen, welcher der beiden Fachbereiche schriftlich respektive
mündlich geprüft werden soll.
3.2.2.
Schwerpunkt Neuere Nordische Philologie
3.2.2.1. Studienaufbau (Übersicht Über die Mindestanforderungen)
GRUNDSTUDIUM:
Neunordischer
Sprachkurs in der gewählten Hauptsprache 3 Sem.
I-III (Schriftliche Prüfung)
Neunordischer Sprachkurs in einer zweiten Sprache I-II 2 Sem.
(Schriftliche Prüfung) - (Braucht nicht innerhalb des Grundstudiums
abgeschlossen zu werden)
Einführung in die skandinavische Sprachwissenschaft 1 Sem.
(mündliche Prüfung)
Einführung ins Altnordische 1 Sem.
(Klausur)
Einführung in die skandinavische Literaturwissenschaft I+II 2 Sem.
(2 Referate und 1 schriftliche Arbeit)
2 Proseminare in skandinavischer Literaturwissenschaft 2 Sem.
(Referat und schriftliche Arbeit)
1 Proseminar in Kulturwissenschaft (vorzugsweise Landes-, Volkskunde,
Film, Medien etc.) 1 Sem.
(Referat und schriftliche Arbeit)
HAUPTSTUDIUM:
Teilnahme an mindestens 3 Seminaren mit folgenden Leistungen:
2 Seminararbeiten in skandinavischer Literaturwissenschaft
1 Referat in skandinavischer Literaturwissenschaft
AUSLANDSAUFENTHALT:
Im Nebenfach Nordische Philologie (Schwerpunkt Neuere Nordische Philologie)
wird ein Ferienkurs oder ein adäquater Aufenthalt im Land der gewählten
Hauptsprache verlangt.
3.2.2.2. Studieninhalte
Im Nebenfach Neuere Nordische Philologie konzentriert sich das Studium
in der Regel auf Literatur- und Kulturgeschichte seit ca. 1600 sowie auf
ausgewählte Bereiche gegenwartssprachlicher Linguistik.
Zu
den Studieninhalten im einzelnen:
Sprache:
Vermittlung
aktiver Kompetenz in einer neunordischen Sprache (Dänisch, Norwegisch
oder Schwedisch; Isländisch nach Lehrangebot)
Passive Kenntnisse einer weiteren neunordischen Sprache
Behandlung diachroner und synchroner Aspekte der betreffenden Sprache
Lese- und Übersetzungskompetenz im Altwestnordischen
Neuere nordische Literatur:
Überblick Über die Geschichte der neunordischen Literaturen
seit ca. 1600
Behandlung exemplarischer Gebiete der Text-, Gattungs- und Epochengeschichte
Vermittlung zentraler Aspekte literaturwissenschaftlicher Methodik und
Theoriebildung
Kulturwissenschaft:
Landes- und Volkskunde (Volksliteratur, Medien-, Film-, Theaterwissenschaft
usw.) nach Lehrangebot
3.2.2.3. Lizentiatsprüfung
Siehe hierzu auch die "Ordnung der Philosophisch-Historischen Fakultät
für das Lizentiatsexamen (lic.phil.)" in ihrer jeweils neuesten
Form.
Prüfungsanforderungen:
Die Prüfungsanforderungen definieren sich durch die unter 3.3.2.
genannten Studieninhalte. Dabei bestehen Möglichkeiten zur Schwerpunktbildung.
Lektürepensum:
30 Werke in der Hauptliteratur und je 10 Werke in zwei Nebenliteraturen.
Davon Gründliche Kenntnisse von 10 Werken (aus allen drei Literaturen).
Es wird empfohlen, einen thematischen, gattungsmässigen und/oder
epochenmässigen Zusammenhang zwischen den 10 gründlich gelesenen
Werken anzustreben.
PRÜFUNGSABLAUF:
Schriftliche Prüfung:
1. Nebenfach:
vierstündige Klausur
2. Nebenfach: keine schriftliche Prüfung
Mündliche
Prüfung:
1. Nebenfach: 45-minütige mündliche Prüfung
2. Nebenfach: 45-minütige mündliche Prüfung
Die Themen können entweder ganz dem Bereich der neunordischen Literaturgeschichte
oder der neunordischen Literatur zusammen mit einem sprachwissenschaftlichen
Teilgebiet entnommen sein. Die zu Prüfenden können wählen,
welcher der beiden Fachbereiche schriftlich respektive mündlich geprüft
werden soll.
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4.
AUSFÜHRUNGS- UND PRÜFUNGSBESTIMMUNGEN
Diese
Studienordnung tritt mit Beginn des Wintersemesters 1996/97 in Kraft.
Studierende mit früherem Studienbeginn können wählen, ob
sie ihr Studium nach der alten oder neuen Studienordnung beenden. Zuständig
für Lizentiatsprüfungen ist der Professor.
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