Projet

>> Kompetenznetzwerk Skandinavistik -
Kooperationsvereinbarung

Ein wichtiges Moment der Zusammenarbeit ist der Kooperationsvertrag zwischen den Instituten und Universitäten.


Vereinbarung über das
'Kompetenznetzwerk Skandinavistik'
zur Förderung des Lehr-austauschs




Convention sur le
‘Réseau de compétence dans les études scandinaves’
pour l’avancement de l’échange d’enseignement

zwischen / entre

Universität Basel,
Petersplatz 1
CH-4003 Basel,


der
Université Marc Bloch
22, rue René Descartes
67084 Strasbourg Cedex,

 

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fahnenbergplatz
D-79085 Freiburg,


und der
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Wilhelmstr. 7
D-72074 Tübingen,

– vertreten durch die Rektoren und den Präsidenten -
im Rahmen von EUCOR, der Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten, unter Einbeziehung der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

 

- représentées par leurs recteurs et présidents –
dans le cadre d’EUCOR, la Confédération Européenne des Universités du Rhin Supérieur avec la participation de l'Université de Tübingen.

1. Ausgangsituation
Die Skandinavistik ist ein inhaltlich großes Fach – es umfasst mit Dänemark, Norwegen, Schweden, Island und den Färöern fünf Nationalsprachen, -literaturen und -kulturen von den schriftlichen Anfängen bis zur Gegenwart sowie ihre interne sowie externe Vernetzung – personell aber ist sie ein kleines. Ihre Verankerung an einer vergleichsweise großen Anzahl von Hochschulorten im deutsch- und französischsprachigen Raum macht sie zu einer wichtigen Bereicherung für die verschiedensten Studiengänge und die interdisziplinäre Forschung. Im Kontext der europäischen Integration ist das jeweilige lokale Angebot skandinavistischer Studien im Haupt- wie im Nebenfach eine wesentliche Ergänzung und Erweiterung anderer kultur-, wirtschafts- und naturwissenschaftlicher Studiengänge – auch im Hinblick auf eine erhöhte europäische Arbeitsmarktmobilität. Kulturwissenschaftliche Forschung, deren Geltung den regionalen oder nationalen Rahmen überschreiten soll, ist ohne den fachlichen Dialog mit vermeintlich „kleinen“ Fächern wie der Skandinavistik schlichtweg unmöglich. Es muss deshalb Ziel bleiben, die Standortvielfalt dieser Fächer in der europäischen Forschungs-
und Bildungslandschaft zu
erhalten und zu fördern.
Um die Herausforderungen angehen zu können, die im Zuge der Hochschul- und Studienreformen
auf die Universitäten zukommen,
ist die Skandinavistik an den beteiligten Universitäten und anderswo daher zum einen auf lokale Profilbildung und Schwerpunktsetzung angewiesen,
zum anderen auf die regionale
und überregionale Bündelung von Kompetenzen. Die technische Entwicklung der letzten Jahre eröffnet dabei neue, den physischen Austausch von Wissenschaftlern ergänzende Möglichkeiten, die bisher zu
wenig genutzt werden. Gerade im
Hinblick auf die Entwicklung qualitativ hochstehender Bachelor- und Masterstudiengänge sind regionale und überregionale Kooperationen mit dem
ergänzenden Einsatz
neuer Medien unabdingbar.

1. Point de départ
Les Etudes Scandinaves travaillent sur un champ d’enseignement d’une grande étendue. Avec le Danemark, la Norvège, la Suède, l’Islande et les îles Faroé, elles regroupent cinq langues, littératures et cultures nationales dont elles étudient les évolutions historiques et actuelles, les relations intérieures et les rapports avec l’extérieur. La taille du corps enseignant, par contre, est petite. La présence des Etudes Scandinaves au sein d’un relativement grand nombre d’universités de langue allemande et française enrichit à la fois les différentes filières d’enseignement des sciences humaines et la recherche interdisciplinaire. Dans le cadre de l’intégration européenne, l’offre locale d’Etudes Scandinaves en tant que matière principale ou secondaire peut compléter et élargir d’autres disciplines des sciences humaines, économiques ou naturelles. En plus, elles garantissent une grande flexibilité sur le marché européen du travail. Sans un dialogue avec les « petites » disciplines comme les Etudes Scandinaves, les sciences culturelles sont incapables de dépasser leurs limites régionales ou nationales. Ainsi, un enseignement européen qui mérite son nom a bien intérêt à protéger et à encourager la diversité de ces disciplines.
Pour faire face aux exigences actuelles des réformes de l’enseignement supérieur, il faut que les Etudes Scandinaves se donnent, d’un côté, un profil local précis. D’un autre côté, il faut qu’elles rassemblent leurs compétences sur un plan régional et transrégional. Dans ce dernier domaine, l’échange traditionnel d’enseignants et de chercheurs et les acquis de l’évolution technique des dernières années peuvent se compléter mutuellement. Pour garantir la qualité supérieure des diplômes internationaux de B.A. (baccalauréat ès arts) et M.A. (master ès arts) (licence et master d’après le schéma L/M/D), il est indispensable que l’on puisse profiter de coopérations transrégionales et internationales qui se fondent sur l’usage des nouveaux médias.

2. Zielsetzung
Die beteiligten Partner streben mit dieser Vereinbarung eine Vertiefung der bisherigen Zusammenarbeit an mit dem Ziel, das Lehrangebot insbesondere im Bereich des fortgeschrittenen Studiums (ab dem 4. Semester des Bachelorstudiengangs) an den beteiligten Instituten durch physischen und internetbasierten Lehraustausch thematisch zu erweitern und seine Qualität zu sichern. Im Vordergrund steht dabei die Einführung qualitativ hochstehender Bachelor-, Master- und Promotionsstudiengänge. Zudem soll durch das Kompetenznetzwerk der inner- und interdisziplinäre Dialog des Faches überregional gestärkt werden.

2. Objectifs
Avec le présent contrat, les partenaires visent à approfondir leurs coopérations déjà existantes pour améliorer l’offre de cours dans les départements participants. Ceci concerne surtout les études supérieures (à partir de la troisième année – le cinquième semestre du diplôme B.A./licence). L’échange d’enseignement via Internet y complètera l’échange réel d’enseignants. En multipliant les matières enseignées, l’échange d’enseignements garantira la qualité supérieure des études B.A. et M.A. et des études de doctorat. Le réseau de compétence renforcera le dialogue intra- et interdisciplinaire à un niveau transrégional.

 

3. Finanzierung
Die beteiligten Partner verpflichten sich, die zur Durchführung der Ziele notwendigen und an den Universitäten vorhandenen technischen Ressourcen (etwa die je betriebenen Lehr- und Lernplattformen) einander kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Dies betrifft ausdrücklich auch die Nutzung durch die Studierenden der beteiligten Universitäten.
Des Weiteren vereinbaren die beteiligten Partner, die nötigen personellen Ressourcen, soweit möglich, über den laufenden Etat der jeweiligen Abteilung bzw. des Instituts zur Verfügung zu stellen.
Alle von den Partnern erbrachten Leistungen beruhen, wenn möglich, auf Gegenseitigkeit. Für Gastlehraufträge im Rahmen dieses Dozentenaustausches, Gastreferate, Prüfungsbeteiligung oder Kommissionsmitarbeit von Dozenten aus anderen Universitäten innerhalb des Kompetenznetzwerks Skandinavistik werden keine Honorare bezahlt.
Die Universität Freiburg hat eine Anschubfinanzierung vom 1.7.2003 bis zum 31.8.2004 gewährt. Die beteiligten Partner verpflichten sich, sich gemeinsam durch die Anwerbung von Drittmitteln für die Sicherung der Nachhaltigkeit und Verbesserung der Qualität des Kompetenznetzwerkes einzusetzen.


3. Financement
Les partenaires s’engagent à mettre à la disposition gratuite de tous – y compris des étudiants de chaque département - les ressources techniques (par exemple les plateformes d’enseignement et d’apprentissage) nécessaires pour atteindre les objectifs communs.
Les partenaires s’engagent mutuellement à financer les ressources humaines nécessaires pour leurs projets de coopération dans le cadre des ressources budgétaires des institutions respectives.
Dans le cadre d’un échange, les enseignants ne sont pas rémunérés pour leurs charges d’enseignement, leurs conférences et leur participation à des examens ou des commissions auprès d’une autre université du réseau de competence dans les Etudes Scandinaves.
L’université de Fribourg a accordé un financement initial entre le 1.7.2003 et le 31.8.2004. Les partenaires consentent à s’engager à garantir la continuité et à améliorer la qualité du réseau de compétence en ayant recours à des co-financements externes.
4. Struktur
An den beteiligten Instituten und Abteilungen für Skandinavistik wird durch diese je ein Mitarbeiter als Ansprechpartner und Verantwortlicher benannt. Auf einem gemeinsamen, mindestens alljährlichen Treffen der leitenden Fachvertreter und Projektverantwortlichen wird für je ein Jahr ein Projektkoordinator bestimmt. Der Projektkoordinator ist verantwortlich für die Pflege des Kompetenznetzwerkes, insbesondere des Kommunikationsportals, für die Kommunikation zwischen den beteiligten Institutionen und für die Koordination gemeinsamer Veranstaltungen. Er ist verpflichtet, die leitenden Fachvertreter und Projektverantwortlichen in angemessener Weise über seine Tätigkeit zu informieren. Die Projektverantwortlichen an den beteiligten Instituten unterstützen seine Tätigkeit. Jede Entscheidung, die die Struktur und das Auftreten des Kompetenznetzwerkes betrifft, ist durch die leitenden Fachvertreter und Projektverantwortlichen gemeinsam zu fällen. Auf die Bitte eines der Genannten ist dazu ein gemeinsames Treffen durchzuführen.
Kooperationen mit anderen skandinavistischen und nichtskandinavistischen Forschungs- und Lehreinrichtungen durch einen oder mehrere der beteiligten Partner, die das Kompetenznetzwerk berühren, werden begrüßt; die beteiligten Partner sind zu informieren.
Im dreijährigen Turnus wird eine Selbstevaluation des Projektes durchgeführt.



4. Structure
Chaque département désigne un de ses membres en tant que responsable et rapporteur. Lors d’une rencontre à fréquence au moins annuelle, les responsables du projet et les directeurs des départements désignent, pour la période d’un an, un coordinateur du projet. Le coordinateur du projet est responsable de l’administration du réseau de compétence, surtout de l’entretien du portail de communication sur Internet, de la communication entre les institutions participantes et de la coordination d’arrangements communs. Il doit informer les directeurs des départements et les responsables du projet de ses activités de manière adéquate. Les responsables du projet des départements participants le soutiennent dans ses activités. Toute décision concernant la structure et la présentation du réseau de compétence doit être prise en commun par les directeurs des départements et les responsables du projet. Une rencontre sera organisée pour prendre les décisions nécessaires, si l’un des partenaires le demande.
Des coopérations entre l’un ou plusieurs partenaires du réseau de compétence et d’autres institutions de recherche et d’enseignement des Etudes Scandinaves ou autres seront souhaitables; les partenaires participants devront en être informés.
Tous les trois ans, les partenaires participants effectueront une évaluation de leur projet.

 

5. Werkzeuge
Zentrales Präsentations- und Kommunikationsmedium des Kompetenznetzwerkes ist eine internetbasierte Kommunikationsplattform. Sie informiert über Aktivitäten und Strukturen der beteiligten Institute (Terminkalender, Vorlesungsverzeichnisse, Studienordnungen), ermöglicht den Zugang zum internetbasierten Lehrangebot und stellt gemeinsame Lehrmittel bereit.
Über unterschiedlichen Formen der internetbasierten Fernlehre (etwa synchrone und asynchrone Projektseminare, wenn nötig begleitet durch Präsenzveranstaltungen)sowie traditionelle Blockseminare und Doktorandenkolloquien öffnen die beteiligten Institutionen ihre Lehrkompetenz für die Studierenden der Partnereinrichtungen. Die Zahl und Form der im Rahmen des Kompetenznetzwerkes angebotenen Lehrveranstaltungen wird unter den Partnereinrichtungen abgesprochen; diese Veranstaltungen werden in die jeweiligen Vorlesungsverzeichnisse aufgenommen. Die interne Ankündigung und Absprache sollte je ein Semester vor Beginn der Lehrveranstaltungen geschehen.
Studienleistungen werden wechselseitig anerkannt.
Die Entwicklung weitgehend kompatibler Bachelor- und Masterstudiengänge wird angestrebt.
Die Partner verpflichten sich, insbesondere in Hinblick auf die internetbasierte interuniversitäre Kommunikation die Belange des Datenschutzes nach bestem Wissen und Gewissen zu beachten.

5. Moyens
L’outil principal de présentation et de communication du réseau de compétence est une plateforme de communication sur la base d’Internet. Elle donne des informations sur les activités et les structures des départements participants (agendas, brochures des enseignements, organisation des études), elle donne accès aux cours via Internet et offre des matières communes.
Les départements participants mettent leur compétence d’enseignement à la disposition de tous les étudiants des institutions coopérantes. Cela inclut des formes diverses d’enseignement à distance par Internet (par exemple des « cours de projet » simultanés et non-simultanés, accompagnés – si nécessaire – de cours de présence) ainsi que des cours traditionnels « en bloc » et des colloques de doctorants. Les institutions coopérantes se mettent d’accord sur le nombre et la forme des cours offerts dans le cadre du réseau de compétence ; les cours concernés seront indiqués dans les brochures des enseignements respectives. La définition interne des contenus et l’annonce des cours aura lieu un semestre avant leur réalisation.
Les diplômes obtenus dans les cours respectifs (devoir à la maison, composition sur table ou autre forme d’examen) seront acceptés par les institutions coopérantes.
Les partenaires visent à établir plans d’études B.A./licence et M.A./master qui soient largement compatibles.
Quant à la communication interuniversitaire par Internet, les partenaires s'engagent à observer pour le mieux la loi sur l'informatique et les libertés.

 

6. Reglement
In einem gesonderten Reglement werden zwischen den leitenden Fachvertretern und Projektverantwortlichen Art und Zahl der in das Kompetenznetzwerk eingehenden Lehrveranstaltungen und anderwertigen Angebote der jeweiligen Partnereinrichtungen vereinbart. Das Reglement wird jährlich auf die Bedürfnisse der Einrichtungen hin aktualisiert. Es ist für die Partner bindend; Änderungen bedürfen des Einverständnisses der Partner.

6. Règlement
Dans un règlement à part, les directeurs des départements et les responsables du projet se mettent d’accord sur le nombre et la forme de cours et d’autres activités qui feront partie du réseau de compétence. Le règlement sera actualisé chaque année en tenant compte des besoins des institutions coopérantes. Le règlement s’impose à tous les partenaires participants ; des changements ne sont possibles qu’avec l’accord de tous les partenaires.

7. Beendigung des Vertrages
Der Vertrag kann von jedem Vertragspartner zum Ende eines Kalenderjahres mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten schriftlich gekündigt werden.

7. Fin du contrat
Chaque partenaire a le droit de dénoncer le contrat par écrit avec un préavis de trois mois pour résiliation à la fin de l’année civile.

8. Salvatorische Klausel
Sollte eine Bestimmung dieser Vereinbarung unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die Parteien verpflichten sich vielmehr, eine unwirksame Bestimmung durch eine solche wirksame Bestimmung zu ersetzen, die dem gewollten Zweck am nächsten kommt.

8. Clause résolutoire
Si une clause du présent contrat est ou devient caduque, la valeur des autres clauses ne s’en trouve pas affectée. Les partenaires devront cependant remplacer la clause par une clause effective qui se rapproche le plus possible de l’intention initiale.

9. Unterschriften

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Basel

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Strasbourg

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EUCOR-Präsident

9. Signatures


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Freiburg

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Tübingen