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Graduiertenkurs "Das kulturelle Gedächtnis"
Ausschreibung
Das Deutsche Seminar der Universität Zürich, die Abteilung für
Nordische Philologie der Universität Basel und die Abteilung für
Nordische Philologie der Universität Zürich führen in Zusammenarbeit
mit der Georg Brandes School der Universität Kopenhagen und der Graduate
School in Language and Culture
in Europe der Universität Linköping einen internationalen Graduiertenkurs
zum Thema "Das kulturelle Gedächtnis" durch. Interessierte
Doktorierende aus den Geistes- und Kulturwissenschaften sind herzlich
zur Teilnahme
eingeladen.
Zeitpunkt
Sonntag - Donnerstag, 23. - 27. Mai 2004
Ort
Universitäten Basel und Zürich
Zielgruppe
Doktorierende insbesondere aus den Bereichen Literatur-, Medien- und Sprachwissenschaften,
Geschichte
Thematik
Das Mitte und Ende der 1980er Jahre von Jan und Aleida Assmann lancierte
Konzept des "Kulturellen Gedächtnisses" hat seine Fruchtbarkeit
in den letzten 10 - 15 Jahren in einer Reihe kultur- und literaturwissenschaftlicher
Disziplinen erwiesen. Vor allem die Geschichts- und die Literaturwissenschaften
des deutsch- und des englischsprachigen Raums haben eine umfassende theoretische
wie historische Forschungstätigkeit entwickelt. Der Begriff "Kulturelles
Gedächtnis" ist längst zu einem zentralen Paradigma der
kulturwissenschaftlichen Diskussion geworden. In dieser Situation scheint
eine Kompaktveranstaltung, die sich im Rahmen einer knappen Arbeitswoche
an Doktorandinnen und Doktoranden prinzipiell sämtlicher einschlägiger
Fächer und Fachrichtungen wendet und die das Konzept des Kulturellen
Gedächtnisses aus der aktuellen Theoriebildung und in der historischen
Perspektive durch ausgewiesene internationale Experten thematisiert, fachlich
legitim und didaktisch attraktiv.
Kurskonzept
Eines der Ziele des Graduiertenkurses ist es, die mit einschlägigen
Themen beschäftigten Graduierten auf den neuesten Stand der Diskussion
zu bringen.
Die Referentinnen und Referenten bieten Gewähr dafür, dass an
der
Veranstaltung dieses Ziel einer Information aus erster Hand und damit
auch über verschiedene Möglichkeiten des Umgangs mit entsprechenden
Fragestellungen und Vorgehensweisen im Kontext der eigenen Projekte erreicht
werden kann. Die Forschungskompetenz der teilnehmenden Doktorandinnen
und Doktoranden soll durch die intensive Auseinandersetzung mit den Themen
und Zugangsweisen, die durch die Referentinnen und Referenten im Rahmen
von Vortrags- und Diskussionseinheiten vorgestellt werden, gefördert
werden.Die Ausschreibung wendet sich vor allem an Doktorierende an Schweizer
Universitäten. Er wird auch von einer Gruppe dänischer und schwedischer
Graduierten besucht. Aus diesem Grund wird die Kommunikationssprache für
die Referate und die Diskussionen in erster Linie Englisch sein. Die Tatsache,
dass an dem Kurs Graduierte aus mindestens drei Ländern teilnehmen,
stellt ein starkes internationales Element dar, von dem alle beteiligten
Graduierten ebenfalls wesentlich profitieren können.
Programm
Sonntag,
23. Mai 2004
Nachmittag: Anreise nach Basel
Abend: Begrüssung
Übernachtung in Basel
Montag,
24. Mai
Lektor Bernard Eric Jensen (Danmarks Pædagogiske Universitet):
Approaches to the Study of Cultural Memory. Comparing the Research
Strategies of Jan Assmann and James E. Young
Prof.
Dr. Ralf Simon (Deutsches Seminar, Universität Basel):
Herders exegetische Autorschaft (Ossian, Shakespeare, Mündlichkeit/
Schriftlichkeit, Genie)
Dr.phil.
Hubert Thüring (Deutsches Seminar, Universität Basel):
Das Gedächtnis als Grund und Abgrund des Rechts bei Nietzsche
Übernachtung
in Basel
Dienstag,
25. Mai
Professor Cathy Caruth (Emory University, Atlanta):
History as False Witness: Trauma, Politics and War
Lektor
Nils Arne Sørensen (Institut for Historie, Kultur og
Samfundsbeskrivelse, Syddansk Universitet):
The Second World War as a Site of Memory
Professor
Anne Eriksen, Institutt for kulturstudier (Universitetet i Oslo):
Tradition und Geschichtsgebrauch (Vortrag in englischer Sprache)
Anreise
nach Zürich und Übernachtung in Zürich
Mittwoch,
26. Mai
Prof. Dr. Elisabeth Bronfen (Englisches Seminar, Universität Zürich):
Pop Cinema ? Consumerism and Critique of the Popular in Hollywood
Dr.
Ursula von Keitz (Seminar für Filmwissenschaft, Universität
Zürich): Historisches Tableau vs. Spurensuche? Film und kulturelles
Gedächtnis (Vortrag in englischer Sprache)
Professor
Lars-Håkan Svensson (Forskarskolan Språk och Kultur i Europa,
Linköpings universitet):Translation, Imitation and Cultural Memory
Übernachtung
in Zürich
Donnerstag,
27. Mai
Professor Dr. Angelika Linke (Forskarskolan Språk och Kultur i Europa,
Linköpings universitet / Deutsches Seminar, Universität Zürich):
Sprachmuster, Sprachstil und kulturelles Gedächtnis (Vortrag in englischer
Sprache)
N.N.
(Kunstwissenschaft)
Abschlussdiskussion
Abreise
ab Zürich
Arbeitsform
Den Schwerpunkt des Graduiertenkurses bilden die Vorträge der Referentinnen
und Referenten und die anschliessenden Diskussionseinheiten. Die Doktorierenden
erhalten zur Vorbereitung einen Reader mit Abstracts der Referate und
weiterführender Literatur. Es wird eine aktive Beteiligung in den
Diskussionen erwartet.
Finanzielles
Die Doktorierenden von Schweizer Universitäten erhalten Reise, Unterkunft
und Verpflegung vergütet. Ausländische Doktorierende können
am Kurs teilnehmen, erhalten jedoch keine finanzielle Unterstützung.
Teilnahmebedingungen
Teilnahmeberechtigt sind interessierte Doktorierende, die über ein
einschlägiges Thema arbeiten. Post-Docs und fortgeschrittene Studierende
können ebenfalls teilnehmen, erhalten jedoch keine finanzielle Unterstützung.
Anmeldung
Anmeldungen mit kurzer Darstellung des eigenen Forschungsprojekts (ca.
200 Wörter) werden bis 30. April 2004 erbeten an Anna Katharina Dömling,
Abteilung für Nordische Philologie, Deutsches Seminar, Universität
Zürich, Schönberggasse 9, 8001 Zürich, akdoemling@access.unizh.ch
Auskünfte
Prof. Dr. Jürg Glauser, Tel. 01 634 25 12, jglauser@ds.unizh.ch
Anna Katharina Dömling, M.A., Tel. 01 634 25 14, akdoemling@access.unizh.ch
Wissenschaftliche Leitung
Lektor Dr. Pil Dahlerup, Georg Brandes Skole, Københavns universitet
Professor Dr. Jürg Glauser, Abteilung für Nordische Philologie,
Universität Basel und Universität Zürich
Professor Dr. Angelika Linke, Deutsches Seminar, Universität Zürich
und Linköpings universitet
Dr.
des. Klaus Müller-Wille, Abteilung für Nordische Philologie,
Universität Basel
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